Dienstag, 14. Juli 2015

»«. Wolfskuss - Lori Handeland [Rezension]

Titel: Wolfskuss
Reihe: Werwolfserie 1
Autor: Lori Handelans
Format: Taschenbuch – 9,95€
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3802-58153-3
Verlag: Egmont-LYX
Version: Deutsch
Inhalt: Die Polizistin Jessie McQuade sorgt in der verschlafenen Kleinstadt Miniwa für Recht und Ordnung. Als eines Tages ein Wolf angefahren wird, folgt Jessie der Spur des verletzten Tiers. Dabei trifft sie auf deinen äußerst gut aussehenden jungen Mann, der offenbar ein düsteres Geheimnis hütet …

Kurzmeinung: Ein Roman, den man jederzeit aus der Hand legen kann, denn man weiß ziemlich früh, was hier los ist.

Flüssiger Schreibstil, langsam aufbauende Spannung

Ich muss zugeben, dass ich die letzten hundert Seiten nur noch durchgeblättert habe. Das mache ich normalerweise sehr selten, doch hier konnte ich mich einfach nicht dazu durchringen, es richtig zu lesen. Dafür ist mir meine Lesezeit einfach zu kostbar. Ich war schon etwas enttäuscht von Lori Handeland, schließlich hab ich schon Band 1 und 2 ihrer Pheonix-Reihe gelesen und die waren echt gut und leicht zu handhaben, vielleicht weil sie auch nur die Hälfte der Länge haben? Wer weiß.

Jedenfalls liegt in Wolfskuss der Fokus auf der Polizistin Jessie McQuade und sie besitzt Humor und kein Selbstbewusstsein. Aber hier liegt die eigentlich interessante Krux, die Handeland schlecht herausgearbeitet hat: was ihr Aussehen betrifft ist Jessie absolut unsicher, obwohl sie groß ist, schlank und dicke Brüste hat. Ich meine, klar, total hässlich. Na ja, Jessie findet eigentlich nur ihre Größe schlimm, der Rest ist dann halt auch doof. Im Job aber lässt sie sich nichts vormachen und kehrt den großen Chef raus. Ich konnte mich nicht mit ihr identifizieren – weder auf der persönlichen noch der beruflichen Ebene.

Der Typ hingegen, der dann auftaucht, gefiel mir schon besser. Er wurde nicht nur auf sein gutes Aussehen reduziert, was er selbst auch manchmal als Nachteil gesehen hat und man erhaschte hier und dort einen Einblick in seine eigenen Unsicherheiten. Das war schön gemacht.

Wie schon erwähnt war die Handlung einfach vorhersehbar. Ich wusste schon auf Seite 10, wer hinter allem steckt, habe aber trotzdem weitergelesen in der Hoffnung, dass ich mich irre und es absichtlich so offensichtlich war – aber nada.

Alles in allem gebe ich also zwei Sterne, obwohl einer prinzipiell auch gereicht hätte, aber dafür ist der flüssige Schreibstil einfach zu gut. Mal schauen, wann ich dazu komme den zweiten Teil „Wolfsgesang“ zu lesen, bei dem ja dann neue Charaktere im Fokus stehen.

CHARAKTERE



SCHREIBSTIL



PLOT



DAS GEWISSE ETWAS



INSGESAMT



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