Montag, 15. Juni 2015

»«. Montagsfrage. #16


Die Montagsfrage findet jeden Montagmorgen auf
dem Blog von Buchfresserchen statt. Schaut doch mal
vorbei und macht mit! 
Die heutige Frage lautet:


Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?

Bei dieser Frage bin ich wohl ein wenig voreingenommen, da ich ja selbst zu den Indie-Autoren zähle. Ich möchte hierbei aber nicht nur auf die Werke explizit eingehen, sondern auch auf die Menschen dahinter. Meine Erfahrungen beruhen sich aber nicht auf die Beziehung Blogger/Selfpublisher, sondern auf Selfpublisher/Selfpublisher. :) Ich nutze einfach mal die Chance, hier meine Meinung zu dem Thema kundzutun, wo es sich ja gerade anbietet :D

Ich glaube Indie-Autoren sind tendenziell sehr ehrgeizig, ernst und gleichzeitig ängstlich, denn sie wissen oft nicht, ob das, was sie tun, wirklich gut ist und deshalb suchen sie ständig nach Feedback und Zuspruch. Für Außenstehende mag das vielleicht seltsam wirken, dabei ist das gar nicht so schwer zu verstehen. Als Verlagsautoren hast du das ganze Lektorat und diverse Ansprechpartner, die dir (hoffentlich & oft) auf hochprofessionellem Wege mitteilen, was du falsch und was du (nach ihrer Meinung) richtig gemacht hast. Als Indie-Autor bist du größtenteils auf dich allein gestellt. 

Hin und wieder habe ich mitbekommen, dass sich ein paar Indie-Autoren angeblich tierisch darüber aufregen, wenn sie von Bloggern (die sie selbst angefragt haben) eine schlechte Rezension erhalten haben. In meinen Augen sind das schwarze Schafe und sollten nicht zur Norm gezählt werden. Es wäre fatal, alle über einen Kamm zu scheren. Oft kann man mit Gesprächen schon viele Konflikte lösen und wenn das nicht funktioniert - Kontakt abbrechen, weitermachen. Von beiden Seiten aus. :) 
Ich selbst fühle mich komisch, Blogger anzuschreiben, damit sie meine Bücher lesen, weshalb ich es wahrscheinlich auch erst einmal gemacht habe. *lach* Im Alltag bin ich ein sehr schüchterner Mensch und eigentlich gefällt mir das gar nicht, mein eigenes Werk anzupreisen, was man aber natürlich dann machen muss. Im Endeffekt muss ich lernen über meinen Schatten zu springen, denn "Nichtssagen", "Nichtfragen" bringt mich nicht weiter und ist vor allem keine gute Werbung für meine Jugendfantasy-Reihe. Und wie sagt man so schön, selbst wenn die anschließende Rezension schlecht wäre - jede Werbung ist gute Werbung ;D

Geht man aber weg von den Autoren und zu den Werken, so muss ich sagen, dass ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht habe. Ich habe kaum Bücher gelesen, die viele Fehler besaßen und umso mehr, die soo viel Fantasie hatten, die es wahrscheinlich nie durch ein komplettes Lektorat geschafft hätten. Denn seien wir mal ehrlich - Verlage wollen kein Risiko eingehen und so werden oft gute, originelle Ideen im Keim erstickt und durch Mainstream-Implantate ersetzt. Sehr schade. Aber dafür gibt es ja heutzutage SP. 

So, jetzt hab ich euch aber zugequatscht. Mich würde ja interessieren, wie es von der anderen Warte aus aussieht. Irgendwelche Erfahrungen gemacht?

LAURA. 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Laura,

    bisher habe ich noch nicht so viele Indie-Autoren gelesen,
    aber es gibt wirklich einige Schätze, die überzeugen können.
    Tatsächlich greife ich glaube ich oft zu Verlagsbüchern, da die Bücher schneller auf meine Wunschliste wandern.
    Was wahrscheinlich an der offensiveren Werbung liegt. Deine Bücher sind mir zum Beispiel noch nie begegnet.

    Ich verstehe dass du dich nicht so gerne an Blogger wendest.
    Ist bestimmt nicht einfach sich so „auszuziehen“ und nach einer konstruktiven Meinung zu fragen.
    Ich persönlich habe einige Rezensionsexemplare von SPs abgelehnt, da mich der Inhalt absolut nicht reizte.
    Allerdings sind Blogger denke ich eine tolle Möglichkeit das Buch bekannter zu machen,
    ich für meinen Teil, als auch die meisten anderen Blogger die ich kenne, stellen Rezensionen nicht nur auf dem Blog, sondern auch bei Goodreads, Amazon, LovelyBooks, Wasliestdu usw. ein.

    Und noch ein Schlusswort: ich bin gleich mal zu Amazon geschwirrt und habe mir den ersten Teil deiner Reihe angesehen.
    Er ist gerade auf meine Goodreads Wunschliste gewandert :)
    Lasse dir gaaaanz liebe Grüße da.

    Deine neue Leserin,
    Nadine ♥

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    1. Hallo Nadine! :)

      Schön dich hier als neue Leserin begrüßen zu dürfen, das freut mich! Da hast du eindeutig recht. Verlagsbücher werden einfach an jeder Ecke angepriesen und vermarktet, SP-Bücher haben da wohl eher einen Nachteil, da sich nur sehr wenige Indie-Autoren so eine ausschweifende Werbekampagne leisten können. Sehr schade, natürlich. Aber einige schaffen es trotzdem gut bekannt zu werden! :)

      Das stimmt wohl und ich werde das auch demnächst (vielleicht schon diese Woche :P) in Angriff nehmen, um meinen Büchern noch eine größere Reichweite zu verleihen.

      Oh, das freut mich aber! Solltest du die Reihe beginnen, bin ich gespannt, was du dazu sagst. Und mit diesem Wort schaue ich jetzt mal auf deinem Blog vorbei :D

      Liebste Grüße zurück!

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  2. Ich muss gestehen, auch lieber zu Verlagsbüchern zu greifen, einfach weil ich ein paar negative Erfahrungen mit Indie-Autoren gemacht habe. Nicht mit den Menschen selber, sondern mit der Geschichte, bzw. meistens mit dem Schreibstil. Deshalb lese ich jetzt vorweg immer erst eine Leseprobe - so kann ich das Risiko, dass mir ein Schreibstil nicht gefällt, wenigestens minimieren.
    Das heißt aber nicht, dass ich Bücher von Self-Publishern grundsätzlich nicht lese - ich schaue halt nur genauer hin. Eigentlich aber mache ich das auch bei Verlagsbüchern so - zumindest, wenn es ein mir unbekannter Autor ist.

    LG Sabine

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    1. Guten Abend :)

      Das Gute ist ja, dass es bei Amazon ja die Möglichkeit gibt, sich Leseproben schicken zu lassen, dann geht das ganz einfach. Ich nutze die Möglichkeit auch ziemlich oft und lässt mich erkennen, ob ich mit dem Schreibstil "leben" kann oder eher nicht ;D

      Liebste Grüße

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  3. Huhu!

    Interessant, es mal von der anderen Seite zu sehen! Ich schreibe zwar auch selber, habe aber bisher noch nichts veröffentlicht. (Dafür aber ganz viel in der Schublade...) Deswegen weiß ich auch noch nicht, wie es ist, selber Indie-Autor zu sein und sich selber darum kümmern zu müssen, das eigene Buch anzupreisen und auf Blogger zuzugehen.

    Bisher hatte ich als Blogger aber eigentlich fast nur gute Erfahrungen mit Selfpublishern. Mir fallen da nur ein, zwei Autorinnen ein, die tödlich beleidigt auf Kritik reagiert haben, der Rest war auch bei nicht so begeisterten Rezensionen immer fair und sachlich.

    LG,
    Mikka

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    1. Hey Mikka :)

      Schön, dass ich dir einen Einblick geben konnte! Hast du denn vor, diesen Weg zu beschreiten? Oder willst du dich lieber um einen Verlag kümmern oder auch überhaupt nicht veröffentlichen?

      oh wow, ich glaube, als Blogger würde ich mir da schon etwas verarscht vorkommen. Vor allem, weil ja jedem klar sein muss, dass nicht jedem Menschen alles gefällt. Aber schön, dass die Überzahl gut reagiert hat :)

      Liebste Grüße

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    2. Huhu!

      Ich hatte eigentlich vor, mein aktuelles Manuskript im ersten Halbjahr gründlich zu überarbeiten, ein paar Betareader drüber lesen zu lassen, vielleicht sogar ein Lektorat zu bezahlen und dann selber zu veröffentlichen. Leider hatte ich erst eine totale Schreibflaute, dann hatten wir einen Todesfall in der Familie und eine Zeitlang hatte ich danach einfach nicht die nötige Seelenruhe zum Schreiben... Jetzt fange ich erst langsam wieder an mit dem Schreiben - und stelle fest, dass ich das Buch wahrscheinlich von Grund auf umstrukturieren werde, weil mir die Geschichte in einem wichtigen Punkt nicht mehr schlüssig erscheint.

      Ich denke, in den Sommerferien (mein Mann ist Lehrer und ich arbeite in einer Nachhilfeschule, die im Sommer vier Wochen geschlossen hat), werde ich Zeit und Muße haben, um nochmal einen neuen Handlungsabriss zu schreiben, die Szenen umzuschrieben, die ich noch verwenden kann, und die rauszuschmeissen, die nicht mehr reinpassen.

      LG,
      Mikka

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    3. Hallöchen :)

      Dann ist das natürlich auf der einen Seite blöd, dass es damals nichts geworden ist, auf der anderen, gibt dir das jetzt natürlich die Möglichkeit, alles nochmal zu überarbeiten und es in deinen Augen besser zu gestalten. :) Ich hoffe, das bei dir alles klappt, wie du es dir vorstellst!

      Liebste Grüße

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  4. Der erste Absatz trifft es :P Übrigens ist so ein guter Post eine gute Werbung für die Bücher - merke ich mir :P

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    1. Schön, dass du mir zustimmst :D hehe, stimmt *grins*

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