Dienstag, 23. Juni 2015

»«. Die Splitter - Julia Mayer [Rezension]

Titel: Die Splitter
Reihe: Old Souls 3
Autor: Julia Mayer
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 412
ISBN: 978-1-511-86422-0
Verlag: Create Space
Version: Deutsch
Inhalt: Sie denken, sie hätten uns im Keim erstickt. Aber wir leben noch. Und die Rache wird unser sein. Avery ist gesplittert, doch sie ist noch immer eine Gefangene und ein Flüchtling vor dem Gesetz. Die letzten Überbleibsel der Revolution müssen sich wieder zusammenraufen und ihrem alten Feind stellen. Aber sind sie bereit noch mehr Opfer zu bringen? Oder wird die Instanz sie niederschlagen, bevor sie die Welt verändern können? „Die Splitter“ ist der dritte Band einer 8-Bände starken All-Age-Dystopie um Avery und ihre Gefährten.

Kurzmeinung: Es ist eine deutliche Entwicklung von Band 2 zu Band 3 erkennbar. Man taucht immer tiefer in diese faszinierende, dystopische Welt.

Avery, Cash, Eliza, Ruben – alles tiefgründige, dreidimensionale Charaktere und so schrecklich faszinierend!

Zeit ist ein fließendes Konzept. Will man, dass sie verfließt, zieht sie sich zäh durch die Welt und bringt uns Menschen dazu, uns durch ihren Morast zu schleppen. Wollen wir sie halten, zerrinnt sie uns aus den Händen und lässt keine Reste in unseren sehnsüchtigen Fingern zurück.

Ich möchte nicht damit beginnen, die Geschichte zu rekapitulieren, da ich mich wahrscheinlich nicht daran halten könnte, nicht zu spoilern, also gibt es ein paar Aspekte, auf die ich näher eingehen werde. Zum Einen wäre da die Atmosphäre, die sich wirklich durch alle Bände zieht und von den lebensechten Figuren getragen wird. Sie ist immer da, immer im Hintergrund – der ständige Begleiter während des Lesens, der alles so authentisch, so real und vor allem so düster wirken lässt. Ganz anders als in vielen Massendystopien, die man sonst so auf dem Markt sieht.

Als zweites die Figuren, die den Plot stricken, als wären sie die Weber des Schicksals. Ich muss zugeben, dass es durchaus Phasen gibt, da konnte ich niemanden ausstehen, aber es lag dann eher daran, dass ihr Handeln kurzzeitig mein Kopfschütteln verursachten und nicht die Person an sich – denn ich mochte sie anschließend nur umso mehr, wenn sie ihre Fehler einsahen, wenn sie ehrlich mit sich waren, wenn sie nach Zuneigung und Wahrheit suchten.

Das Konzept ist ein weiterer Pluspunkt, wenn er auch ein kleines Minus enthält, denn die Autorin hat eine komplexe Welt erschaffen, was an sich natürlich super toll ist, aber manchmal habe ich als Leser dann doch den Überblick verloren, da einige Erklärungen bereits in Band 1 waren und ich in Band 3 vielleicht eine kleinere Erinnerung gebraucht hätte. Nichtsdestotrotz kann man das gut übersehen und wenn man dann doch alles behalten (oder wieder nachgelesen hat) ist es umso fabelhafter.

Der Schreibstil ist meiner Meinung nach angenehmer als in den vorigen Bänden. Es wird zwar noch immer alles detailliert beschrieben, aber es ist nicht mehr überlastig. Die Poesie wurde vereinfacht und gezielter aufs Papier verteilt, als einfach nur ins ganze Buch zu streuen und so konnte es besser genießen.

Und dann wäre da das Ende … ja, das Ende. Ich hab’s doch schon immer geahnt! :P Bitte mehr.

CHARAKTERE


SCHREIBSTIL


PLOT


DAS GEWISSE ETWAS



INSGESAMT


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