Samstag, 23. Mai 2015

Scarlet - Marissa Meyer [Rezension]

Titel: Scarlet [The Luncar Chronicles 2]
Autor: Marissa Meyer
Format: Taschenbuch – 10,30€
Seitenanzahl: 506
ISBN: 978-1-250-00721-6
Verlag: Square Fish [Imprint of US Macmillan]
Version: US

Inhalt: Cinder is back and trying to break out of prison--even though she'll be the Commonwealth's most wanted fugitive if she does--in this second installment from Marissa Meyer.

Halfway around the world, Scarlet Benoit's grandmother is missing. It turns out there are many things Scarlet doesn't know about her grandmother, or the grave danger she has lived in her whole life. When Scarlet encounters Wolf, a street fighter who may have information as to her grandmother's whereabouts, she is loath to trust this stranger, but is inexplicably drawn to him, and he to her. As Scarlet and Wolf unravel one mystery, they encounter another when they meet Cinder. Now, all of them must stay one step ahead of the vicious Lunar Queen Levana.

Kurzmeinung: Große Erwartungen und große Enttäuschung.


Das Buch und ich hatten keinen guten Start, was an mehreren unglücklichen Faktoren liegt. Zum einen wäre da Band 1 ›Cinder‹, der mir nur mittelmäßig gefallen hat – nichts Herausragendes, aber auch nichts dramatisch Schlechtes. Mittelmaß eben. Angst und Schrecken eines jeden Autoren. Aber gut, ich war letztendlich neugierig genug, mir Teil 2 zu kaufen. Faktor 2. Blogger und bekannte Leser haben die Reihe in den Himmel gelobt und versichert, dass sie von Band zu Band besser wird. Blöde, gemeine Erwartungen, die natürlich nur enttäuscht werden können. Faktor 3. Perspektivenwechsel. Ich bin kein Fan davon – insbesondere wenn es andauernd passiert und plötzlich aus der Sicht einer Figur geschrieben wird, die in Band 1 nicht ein einziges Mal erwähnt worden ist. Dies ist hier der Fall. Ich lese die erste Seite und denke ›Who the f**k is Scarlet?‹.

Teil 2 beginnt aus der Sicht von Scarlet Benoit, der Enkelin von Michelle Benoit, die auch schon mal Erwähnung in ›Cinder‹ fand. Scarlet repräsentiert das Märchen Rotkäppchen, welches die Autorin wirklich gut in die Geschichte einwebt. Großes Lob! Mein Problem allerdings war, dass ich von Anfang an eine Abneigung gegen Scarlet hegte und nicht mit ihr sympathisieren konnte. Ich musste andauernd daran denken, dass sie feuerrote Haare hat und trotzdem ständig einen knallroten Pullover trug. Und es wurde auch noch ständig wiederholt! Ich meine, das muss sich doch einfach total beißen! Grausig, anscheinend hat die liebe Autorin keinen Sinn für Mode … In meiner Vorstellung sah Scarlet immer wie eine Tomate aus, die jemand in Brand gesteckt hat. Das ist Säure für’s ganze Buch, insbesondere wenn 3/4 aus Scarlets Sicht geschrieben wurde und ich eigentlich nur Cinders Passagen gut fand.

Jetzt habe ich Angst davor, zu Teil 3 zu greifen. Zwar gefällt mir der Schreibstil nach wie vor [er ist klar, fokussiert und präzise], doch ich habe zur Fortsetzung gegriffen, um mehr über Cinder zu erfahren und nicht über Rotkäppchen. Ich hoffe, dass Cress wieder mehr auf das Cyborgmädchen eingeht. Ansonsten werde ich die Reihe wohl nicht beenden …

Charaktere: ··
Das gewisse Etwas:·
Plot: ·
Schreibstil: ····

Insgesamt: ··

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