Freitag, 29. Mai 2015

»«. Fun Facts Friday. #3|3


Die Fun Fact Reihe geht in die zweite Runde. Falls ihr Folge 1 verpasst habt, hier noch einmal der Link, damit ihr die ersten fünf Fakten zu meiner Reihe und meinem Schreiben im Allgemeinen nachlesen könnt: Fun Facts Friday #1|3 und Fun Facts Friday #2|3. Falls ihr bemerkt, dass ich noch keine Fragen beantwortet habe, die euch brennend interessieren, schreibt mir und ich sehe, was ich tun kann! Weiter geht's!


Planung. Oft werde ich gefragt, ob ich alles durchplane oder einfach so drauf los schreibe. Ich glaube, Planung ist so ein Gebiet, bei dem sich Autoren und Autorinnen dramatisch unterscheiden können und kaum Verständnis für andere Verhaltensweisen aufbringen können. 

Es ist, als würde jemand sagen, ich liebe es, rohe Tintenfische zu essen und du selbst denkst nur: whaat? Aber wenn du dann sagst, dass du ein Fan von gekochten Ziegeneutern bist, kannst du nicht verstehen, warum man dich schief anguckt.

Dabei gibt es einfach keinen ultimativen Weg, der von jedem gleichermaßen beschritten werden kann und das ist auch gut so. Irgendwie. Denn da es so viele neue, unterschiedliche Wege gibt, kann man sich selbst auch weiter entwickeln und neu erfinden.

Bevor ich mit Pharos angefangen habe, habe ich meine Projekte nie von vorne bis hinten durchgeplant. Ganz am Anfang habe ich einfach immer drauf losgeschrieben und bin leider nie weit gekommen, weil ich irgendwann an einen Punkt gekommen bin, an dem ich nicht wusste, wie es weiter gehen soll. Später habe ich dann immer so 2-3 Kapitel vorgeplant und dann lief es auch schon besser. Ein Buch konnte ich so beenden. Da ich aber bemerkt hatte, dass ich mir dadurch einfach zu viele Stolperfallen baue, habe ich Pharos von Anfang bis Ende durchgeplant und mir sogar schon Notizen zu den Folgebänden gemacht, sodass Gegebenheiten, die in Band 1 erwähnt wurden, erst in Band 4 wichtig werden etc. :) Es ist zwar viel mehr Arbeit, aber im Endeffekt macht es mich glücklicher :)

Überarbeitung. Ich hasse es. *lach* Es gibt wirklich nicht viel, dass mich so fertig macht, wie meine eigenen Werke überarbeiten. Das ist meine absolute Folter.

Mittlerweile habe ich so halb meinen Frieden damit geschlossen, dass ich nie zu hundert Prozent glücklich mit meinem Stil bin, weshalb ich es ertragen kann, meine Bücher mehrmals zu lesen, aber es ist dennoch nicht einfach ...

Ich scheine ständig über meine Sätze zu stolpern und ganz egal, wie ich es drehe und wende, es klingt immer, als hätte eine Sechsjährige meine Bücher geschrieben. xD Bei Pharos war es nicht anders, doch bei Hydra und Arsida wurde es etwas besser. Ich habe ein sensibleres Gefühl für Sprache bekommen und akzeptiert, dass ich das Beste aus meinen Fähigkeiten heraushole.

Coveridee. Nachdem ich Pharos beendet hatte, musste ich erst einmal überlegen, wie das Cover aussehen soll und das war ziemlich schnell klar.
Ich wollte bei diesen Büchern nicht zu viel Firlefanz, obwohl ich mir selbst viele Bücher zulege, die ein bisschen kitschig aussehen *lach*
aber das hätte einfach nicht zu dieser Reihe gepasst. Und so hab ich mir eine Alternative überlegt und bin überglücklich, dass die liebe Juls das so gut umgesetzt hat. Ohne sie hätte ich das sicher nicht hinbekommen ... oder erst in zwei, drei Jahren xD

Anzahl der Bände. Das werde ich auch des Öfteren gefragt, weil ich anfangs noch so unsicher war, wie sich die Geschichte entwickeln würde.

Zunächst habe ich mit dem Gedanken gespielt, sechs Bände zu schreiben, aber je weiter ich in der Handlung fort schritt, desto klarer wurde mir, dass ich sie nicht unnötig in die Länge ziehen wollte. Außerdem wollte ich ökonomisch und leserfreundlich schreiben und jetzt sind es nur noch fünf Bände. Also nachdem ich Psira beendet habe, muss nur noch einer geschrieben werden und dann ist die Reise von Reyna zu Ende erzählt. Ja, ein erschreckender Gedanke ;D

Alte Projekte. Es gibt viele Dinge, die mich beim Schreiben von "Die Unwandelbaren" beeinflusst und inspiriert haben - insbesondere meine älteren Projekte.

Als ich noch an der Planung von Teil 1 saß, habe ich mich ziemlich oft in meinen alten Projekten vergraben und hier und dort Szenen, Personen und Motivationen der Figuren herausgezogen, um sie neu zu verarbeiten. Sehr umweltfreundlich, oder? ;P

Ich glaube, dass ich am meisten von meinem alten Projekt "Bittere Symphonie" recycelt habe, wie viele aus dem Poolys-Forum noch kennen. Die Geschichte war um einiges lyrischer als Pharos, was aber gleichzeitig auch mein Problem war. Ich lese nicht gerne lyrische Geschichten, warum sollte ich sie also schreiben? xD Einer der Gründe warum das Projekt beim Schreiben des zweiten Bands im Sand verlaufen ist ^_^

Das war die abschließende Episode der Fun Facts. Ich hoffe, sie haben euch gefallen :) Demnächst ist, wie schon einmal angekündigt, geplant, euch von meinem Leben als Selfpublisherin zu berichten. Außerdem werde ich einen Post zu dem Thema schreiben: Muss man Abstriche als Autor/in machen, wenn man nicht mehr nur für sich selbst schreibt? So oder so ähnlich ;) Ihr dürft gespannt sein!

LAURA.

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