Samstag, 28. April 2012

»«.Traumgespinst.


manchmal wünsche ich mir, nicht mehr zu träumen. ich weiß nicht, was dieser zustand des schlafes, in dem ich mich geborgen fühlen sollte, in dem ich entspannen sollte, über mich aussagt. warum träume ich von dingen, die mir selbst bei tag widerstreben, darüber nachzudenken? ich hasse es. es widert mich an. 
wenn ich aufwache, schweißgebadet und mit pochendem herzen, ist das erste, was ich tue, erleichtert seufzen, dass es nicht real war. die erkenntnis, das nichts von den vergangenen stunden der wahrheit entspricht - zumindest der wahrheit, an die ich glaube - ist so elementar und durchdringend. ich weigere mich, zu glauben, dass es nicht anders sein kann. es war früher auch anders. 
manchmal wünsche ich mir, dass ich zumindest nicht wissen würde, das ich träume. es ist so klar in meinen gedanken, wenn ich mich in dieser traumwelt befinde, dass ich träume und doch kann ich nichts von diesem geschehen aufhalten, verändern, neu kreieren. es ist, als wären mir die hände gebunden und das macht alles noch so viel schlimmer ... 
aber wie das so ist mit wünschen und wollen und glauben, eigentlich verändert es ja doch nichts.

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