Samstag, 28. April 2012

»«.Traumgespinst.


manchmal wünsche ich mir, nicht mehr zu träumen. ich weiß nicht, was dieser zustand des schlafes, in dem ich mich geborgen fühlen sollte, in dem ich entspannen sollte, über mich aussagt. warum träume ich von dingen, die mir selbst bei tag widerstreben, darüber nachzudenken? ich hasse es. es widert mich an. 
wenn ich aufwache, schweißgebadet und mit pochendem herzen, ist das erste, was ich tue, erleichtert seufzen, dass es nicht real war. die erkenntnis, das nichts von den vergangenen stunden der wahrheit entspricht - zumindest der wahrheit, an die ich glaube - ist so elementar und durchdringend. ich weigere mich, zu glauben, dass es nicht anders sein kann. es war früher auch anders. 
manchmal wünsche ich mir, dass ich zumindest nicht wissen würde, das ich träume. es ist so klar in meinen gedanken, wenn ich mich in dieser traumwelt befinde, dass ich träume und doch kann ich nichts von diesem geschehen aufhalten, verändern, neu kreieren. es ist, als wären mir die hände gebunden und das macht alles noch so viel schlimmer ... 
aber wie das so ist mit wünschen und wollen und glauben, eigentlich verändert es ja doch nichts.

Mittwoch, 25. April 2012

»«.Verlust.

                                                                                            via tumblr                                                  


Am Ende sind da nur noch die verzweifelten Stimmen einer Vergangenheit, die du haben konntest und die ich dir nahm. Wir schworen uns, gemeinsam zu springen, doch die Feigheit ergriff mich, ließ mich erblinden und verstummen, während du den ersten Schritt tatest.
Was soll ich mir für eine Zukunft wünschen, in der du keinen Platz mehr hast? Eigentlich ist der Sinn aus dem Käfig geflogen, als ich die Gitter öffnete und nach dir rief. Denn du wolltest nicht. Du willst nicht mir gehören, willst nur frei sein - einsam in der Umarmung des Lebens, das dir Vergnügen des Augenblicks schenkt und dich vergessen macht, wenn du danach verlangst. Doch mich kannst du nicht mit dir verknoten, denn ich würde dich halten in einem Garten, der von einem weißen Zaun umgeben ist und dich von der Welt dort draußen trennen würde. 
Ich wünschte, ich könnte es ändern. Ich wünschte, ich könnte dich halten, ohne zu umfassen. Ich wünschte, ich müsste dich nicht verlieren, um dich glücklich zu machen. Aber weder du, noch ich können etwas daran ändern und so liegen wir, bar jeden Gefühls, sehen uns an und fluchen in die Nacht des Nebels. 





Montag, 23. April 2012

»«. Like Crazy. [Rezension]




Informationen.


Titel: Like Crazy
Regisseur: Drake Doremus
Drehbuchautor: Drake Doremus & Ben York Jones
Premiere: 27.01.'12 [Irland]
Genre: Drama | Romance
Länge: 90 Min

Schauspieler.


Anton Yelchin as Jacob
Felicity Jones as Anna
Jennifer Lawrence as Sam
Charlie Bewley as Simon
Alex Kingston as Jackie
Oliver Muirhead as Bernard


Inhalt.

In »Like Crazy« wird eine Liebe verbildlicht, die man authentischer und unverzerrter nicht hätte Zeigen können. Jacob und Anna lernen sich in ihrem letzten Jahr im College in St. Monica, Kalifornien kennen und lieben.
Die Britin Anna erobert mit ihrer ehrlichen Art und dem Talent, geschickt mit dem geschriebenen Wort umzugehen, Jacobs Herz im Sturm. Sie verbringen scheinbar jede ihnen verbleibende Minute miteinander, denn ihre gemeinsame Zeit ist gezählt – Annas Studentenvisum läuft nach nur einem Jahr aus und sie muss zurück nach England.
Der Gedanke an eine Trennung ist für sie so schmerzhaft, dass sie gegen besseres Wissen handelt und ihren Aufenthalt in den Staaten überzieht. Damit legt sie jedoch sich selbst und ihrer Beziehung mit Jacob Steine in den Weg, denn von nun an ist es ihr nicht mehr gestattet, einen Fuß in die USA zu setzen. Kann ihre Beziehung auch in England ihre Wurzeln schlagen und die Sonne finden? Werden sie über Distanz und Zeit hinweg an ihrer Liebe festhalten können?

Meine Meinung.

Ich kam mir vor wie ein heimlicher Besucher. Jemand, der die geheimsten Gespräche überhörte, Zeuge wurde, wie Träume und Wünsche zerplatzten; aber auch wie jemand, dem das Glück zweier Menschen rein und strahlend blendete. Die Jahre vergehen, doch ich blieb immer dabei.
Felicity Jones [Charlet Girl] und Anton Yelchin [Terminator Solution] wirken in ihren einzelnen Szenen authentisch und sympathisch, aber vor allem war ihr Handeln in sich stringent und nachvollziehbar, sodass ich es nicht ein einziges Mal in Frage stellte. Die Dynamik hingegen zwischen den beiden war nahezu überwältigend. Zwischenzeitlich vergaß ich ganz, dass ich tatsächlich kein Teil dieser einzigartigen und doch so alltäglichen Beziehung war.
Das Auftreten der Nebenpersonen ist rar gesät, jedoch vollkommen zielgerichtet eingesetzt. Eine Wirkung wurde anvisiert und durch leise Gespräche und unterschwellige Andeutungen erreicht. Hierbei stießen intensiv Jennifer Lawrence [The Hunger Games, Winter’s Bone] und Alex Kingston [Emergency Room] ins Auge. Lawrence hat – obwohl mangelndes Auftreten – keine leichte Rolle. Sie kämpft um eine Beziehung mit Jacob, die bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Die Wahrheit dessen und ihre Liebe zu ihm reiben rau und schmerzhaft – auch für mich, den Zuschauer – aneinander und spiegelt sich in ihren Hilfe suchenden, traurigen und leicht resignierenden Blicken wider. Kingston hingegen spielt Annas Mutter, die eine Hälfte des scheinbar locker lässigen Gespanns, das sich ihre Eltern nennt. Ihre Art ist subtil, nichtsdestotrotz nicht weniger anziehend. Durch die Interaktionen zwischen ihr, Jacob und Annas Ex/Freund, wird dem Zuschauer noch einmal vor Augen geführt, wer tatsächlich in Annas Leben passt und wer sie glücklich macht.
Deutliches Lob muss auch für die einzigartige Kameraführung ausgesprochen werden, die den Eindruck verstärkt, dass in dieser fragilen und doch so starken Beziehung, keine dritte Person einen Platz hat. Sie unterstreicht mit einer wackeligen Hand die Unsicherheit, die die Protagonisten gegenüber ihrer Zukunft empfinden. Der Schriftverkehr, der zwischen Anna und Jacob existiert, wird von der Kamera angeschnitten, man kann ein paar Wörter lesen, doch das große Geheimnis, die Erlösung, wie man so will, bleibt dem Zuschauer verschlossen.
Die Musik. Leise, sanft, gefühlvoll. Nur dann eingesetzt, wenn wirklich gebraucht und nach ihr verlangt. Ein Schnelldurchlauf der gemeinsamen Zeit, Erinnerungen, die durch Worte nicht hätten beschrieben werden können und so »nur« durch den leisen Klang des Klaviers begleitet wird. Der Komponist Dustin O’Halloran wusste genau, was er tat und verfiel nicht in den Rausch, sich selbst durch »zu viel« beweisen zu müssen. Dadurch konnte sein Schaffen besser bewundert und isolierter betrachtet werden.

Emotional. Autenthisch. Zerbrechlich.

So lässt sich dieser fragil erschaffene Film auf gläsernem Fundament beschreiben. Drake Doremus, der hier sowohl als Drehbuchautor, als auch als Regisseur agierte, und noch relativ jung in diesem Geschäft ist, hat sich selbst bewiesen. Sehr wahrscheinlich hat er nicht das anspruchvollste, noch das geheimnisvollste oder emotionalste Werk erschaffen, dafür aber einen authentischen Film über eine Liebe kreiert, die zwar rein, doch nicht frei von Schatten ist.
Lediglich das Ende, welches kein Unglückliches ist, lässt ein paar Fragen und vielleicht auch ein bisschen Wehmut zurück. Zunächst war ich mir unsicher, ob es so sein sollte, doch nach längerem Darübernachdenken, kam ich zu dem Schluss, dass es kein besseres hätte geben können. Denn die Geschichte war erzählt.

Fazit.

Ein sehr empfehlenswerter Film und Schauspieler, die man nicht zum letzten Mal gesehen haben wird. 








Dienstag, 17. April 2012

»«. Extravaganz.


Eine Krankheit, die sich durch Jahrhunderte, durch die Menschheit schlich und vor der Gegenwart genauso wenig Halt macht wie vor der Zukunft. Wir wollen unseren Nächsten übertrumpfen, fahren Geschütze auf, die uns noch vor ein paar Monaten abgeschreckt hätten und auf deren Nichtnutzen wir uns etwas einbildeten. Eine Herrschaft, die wir bekämpfen, in der wir ihr nachgeben. Wir beugten uns der Meinung einer Person und formten eine Allianz, die wir gleichzeitig schworen zu bekämpfen. 

Doch wie siegen wir über uns selbst? 

Donnerstag, 5. April 2012

»«.Operation.


Erst einmal habe ich gute Laune und das, obwohl heute mein erster Tag in der Uni war seit fast zwei Monaten, außerdem ich nicht schlafen konnte und wenn ich mal für eine halbe Stunde die Realität verlassen hatte, fand ich mich als psychopathische Massenmörderin mit weißen Augen wieder, und der Kaffee, den ich heute getrunken hab, einfach fies war. Aber so viel dazu.
Wie ihr sehen könnt, hab ich mein Blog einer kleinen Operation unterzogen und das Bild, in das ich mich so verliebt hab, als Hintergrund eingestellt. Mal sehen, wie lange das jetzt so bleibt. Ich hätte noch voll gern so kleine flatternde Vögelchen oder Schmetterlinge, aber ich bin ja eh nie Niete im Selbermachen & finden tu ich sowas schon mal gar nicht. Also müsst ihr euch mit dieser Einfachheit meiner selbst zufrieden geben. :3


Liebste Grüße (:

Mittwoch, 4. April 2012

»«.Die Welt.


»Als ich siebzehn wurde, war ich naiv und unschuldig. Ich dachte, mir läge die Welt zu Füßen, dabei merkte ich nicht, dass ich zu Füßen der Welt lag.«

Sonntag, 1. April 2012

»«.Wahnsinn.


»«.schweben.

Manchmal frage ich mich, warum ich nicht verrückt bin. Ich kann dieses Gefühl der Panik, der vollkommenen Hilflosigkeit so lächerlich einfach hervorrufen, das es fast noch einfacher wäre, mich darin für immer zu verlieren. Und doch traue ich mich nicht. Ich scheine Menschen zu verachten, die so leichtfertig mit ihrem Leben umgehen, die es nicht zu schätzen wissen, was sie geschenkt bekommen haben. Gleichzeitig weiß ich nicht, ob ich sie nicht auch ein bisschen bewundere. Sie können sich von ihrer Umwelt lösen, machen sich keine Gedanken über die Auswirkungen ihres Handelns oder dem Schmerz, den sie Menschen vielleicht zufügen: sie tun es einfach; verlieren sich in ihrem Wahnsinn. Trotzdem tu ich's nicht. Ich komme immer wieder zurück aus den Sekunden der schwarzen Krankheit, die droht meinen Verstand zu fressen und nichts als einen grausamen Schatten zurückzulassen. Irgendwann...