Mittwoch, 28. März 2012

»«.Wahrheitskopie.



»«. Erzähl mir ein Lied.

Ich versuche es. Ehrlich zu sein, die Wahrheit zu sagen. Ich möchte mein Bewusstsein ausbreiten, es in deine, eure Hände legen. Gerne will ich sehen, wie ihr die Blüten bewundert, die aus den verworrenen Zweigen sprießen und ihre Farben entfalten. Auch die abgestorbenen Blätter, die staubigen Töne und den reißenden Wind möchte ich euch nicht vorenthalten. Der Baum soll sprießen und in die Höhe wachsen. Ihr sollt mich sehen, sollt verstehen, dennoch...
Dennoch weiß ich nicht, wie. Ich möchte die Wahrheit sagen, die in meinem Inneren lebt und heranwächst, doch alles, was mich schließlich verletzt, sind Kopien einer Wirklichkeit, die einst existiert hatte. Nicht meine, nicht deine. Irgendeine, die mir passend erscheint. Ich lege sie wie eine Pfefferminzpastille auf meine Zunge und warte, bis sie über meine Lippen perlt und an euch abprallt. Euer Lachen begleitet mich und lässt mich weitere Lügen, weitere Kopien spinnen, ohne dass ihr den blühenden Baum sehen könnt, der eigentlich dort ist. 

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