Dienstag, 10. Juli 2012

»«. Geheimnis.


Wir sehen uns an, wenden den Blick ab, erstarren in Dreifaltigkeit und verlieren uns in Glauben und Religionen, versinken in Adern, die die Gesellschaft pulsieren lässt, in dem wir nach links blicken, nach rechts sehen; wir streben nach dem Anderen, versuchen mit zittrigen Fingern und schüchternen Bewegungen nach dem Nichtwir zu greifen. Am Ende sind wir alle Nichts.

Sonntag, 17. Juni 2012

»«.Ein wenig mehr sein.



Ich würde gerne mehr sein. Ein bisschen hiervon, ein wenig von dort. Ich sehe mich in Spiegeln geglättet und drei Mal reflektiert, fühle die Starre in meinen Gliedern, wenn ich den Anblick erwidere und versuche die Einheit zu entzweien und zu zersplittern. Ich möchte mehr sein. Warum nur so wenig, warum von allem nur das Falsche? Wir drehen uns, ziehen aneinander, um uns zu verlängern, eine Kopie zu erstellen, wie wir sie gesehen und gehalten haben. Eigentlich nicht und doch nur mehr sein. 

Donnerstag, 31. Mai 2012

›neues Design‹

via tumblr

Hurra - wieder ein neues Design. Dieses gefällt mir jetzt aber wirklich und ich denke, ich werde es eine Weile so lassen, auch wenn ich anfangs sehr skeptisch war - aber gut. Bei mir braucht es wohl immer eine Weile, bis ich mich daran gewöhnt habe, oder so ... 
Schreibtechnisch läuft es momentan so la la. Eigentlich weiß ich, was ich schreiben möchte und ich freue mich auch auf die meisten Szenen, aber sobald ich Worte in Verbindung miteinander setze, finde ich sie schrecklich und am Ende lösche ich doch noch alles.
Heute ist der letzte Tag im Mai, eigentlich hatte ich mir vorgenommen Seite 100 bei Ostara zu erreichen, bevor der Juni begonnen hat. Na ja, ich bin auf Seite 97 und hätte theoretisch noch etwas mehr als zwei Stunden Zeit. Vielleicht versuche ich es ja noch ... zumindest bin ich ein kleines Stück motiviert, das könnte ja schon ausreichend sein. (:

Donnerstag, 17. Mai 2012

»«.Das Labyrinth des Parkhauses.


Hallöchen. :3
Erst einmal hoffe ich, dass ihr eure Väter heute einmal kräftig in den Arm genommen habt (: Geschenke sind doch nicht unbedingt notwendig zum Vatertag, wenn man so viel mehr mit Worten und Gesten ausdrücken kann. Andererseits kann es wohl nicht schaden, eine Schachtel Pralinen zu verschenken oder einen leckeren Kuchen zu backen.
Gestern war ich mit Freundin im Kino und habe mir Dark Shadows angesehen. Der Film war eigentlich ganz gut, zwar nicht herausragend, aber doch in Ordnung. Besonders hat mir Eva Green als Hexe gefallen. Ich glaube, diese Rolle ist ihr auf den Leib geschneidert. Echt super. Was ich jedoch eigentlich erzählen möchte ...

Samstag, 12. Mai 2012

»«.Daydream Nation [Rezension]

»«.Daydream Nation [Rezension]




Informationen:
Titel: Daydream Nation
Regisseur: Michael Goldbach
Drehbuch: Michael Goldbach
Originalmusik: Orhad Benchetrit
Genre: Drama | Romance
Länge: ca. 94 min

Schauspieler:
Kat Dennings as Caroline
Josh Lucas as Mr. Anderson
Reece Thompson as Thurston
Andie McDowell as Enid 
Ted Whittall as Mr. Wexler

Inhalt:

Für Caroline Wexler [Kat Dennings] geht scheinbar die Welt unter, als sie mit ihrem verwitweten Vater von einer Großstadt mitten aufs Land zieht in eine Stadt, ...

Sonntag, 6. Mai 2012

»«. Intensität.

via tumblr

»Schicksalsgetrübt und Blutüberströmt,
schmutzige Finger und ein verzweifelter Ruf,
dunkle Augen geifern nach dem Verstand,
der Durst nach Rache in ihrer zittrigen Hand.«

Es läuft. Der erste ›Part‹  von Seelenfunken ist auf Seite 126 zu Ende gegangen und heute konnte ich sogar sofort mit dem zweiten beginnen. Es ist einfach wundervoll, wie gut es in letzter Zeit läuft. Fantastisch. Da ich ja in letzter Zeit auch dokumentiere, wie viel ich tatsächlich schreibe, kann ich sagen, dass ich innerhalb einer Woche jetzt 14.900 Wörter geschrieben habe. Die Hälfte davon bei Ostara, wo es momentan auch echt wunderbar läuft. Habe da innerhalb einer Woche ein ganzes Kapitel begonnen und beendet. Hach. Ich kann mich gar nicht beschweren, möchte ich auch nicht, will nur dieses Gefühl der Freiheit, der Kreativität - des Glücklichseins genießen und für eine Weile halten. Ich hoffe, es verschwindet nicht mehr so schnell. 

Yours,
Laura

Samstag, 28. April 2012

»«.Traumgespinst.


manchmal wünsche ich mir, nicht mehr zu träumen. ich weiß nicht, was dieser zustand des schlafes, in dem ich mich geborgen fühlen sollte, in dem ich entspannen sollte, über mich aussagt. warum träume ich von dingen, die mir selbst bei tag widerstreben, darüber nachzudenken? ich hasse es. es widert mich an. 
wenn ich aufwache, schweißgebadet und mit pochendem herzen, ist das erste, was ich tue, erleichtert seufzen, dass es nicht real war. die erkenntnis, das nichts von den vergangenen stunden der wahrheit entspricht - zumindest der wahrheit, an die ich glaube - ist so elementar und durchdringend. ich weigere mich, zu glauben, dass es nicht anders sein kann. es war früher auch anders. 
manchmal wünsche ich mir, dass ich zumindest nicht wissen würde, das ich träume. es ist so klar in meinen gedanken, wenn ich mich in dieser traumwelt befinde, dass ich träume und doch kann ich nichts von diesem geschehen aufhalten, verändern, neu kreieren. es ist, als wären mir die hände gebunden und das macht alles noch so viel schlimmer ... 
aber wie das so ist mit wünschen und wollen und glauben, eigentlich verändert es ja doch nichts.

Mittwoch, 25. April 2012

»«.Verlust.

                                                                                            via tumblr                                                  


Am Ende sind da nur noch die verzweifelten Stimmen einer Vergangenheit, die du haben konntest und die ich dir nahm. Wir schworen uns, gemeinsam zu springen, doch die Feigheit ergriff mich, ließ mich erblinden und verstummen, während du den ersten Schritt tatest.
Was soll ich mir für eine Zukunft wünschen, in der du keinen Platz mehr hast? Eigentlich ist der Sinn aus dem Käfig geflogen, als ich die Gitter öffnete und nach dir rief. Denn du wolltest nicht. Du willst nicht mir gehören, willst nur frei sein - einsam in der Umarmung des Lebens, das dir Vergnügen des Augenblicks schenkt und dich vergessen macht, wenn du danach verlangst. Doch mich kannst du nicht mit dir verknoten, denn ich würde dich halten in einem Garten, der von einem weißen Zaun umgeben ist und dich von der Welt dort draußen trennen würde. 
Ich wünschte, ich könnte es ändern. Ich wünschte, ich könnte dich halten, ohne zu umfassen. Ich wünschte, ich müsste dich nicht verlieren, um dich glücklich zu machen. Aber weder du, noch ich können etwas daran ändern und so liegen wir, bar jeden Gefühls, sehen uns an und fluchen in die Nacht des Nebels. 





Montag, 23. April 2012

»«. Like Crazy. [Rezension]




Informationen.


Titel: Like Crazy
Regisseur: Drake Doremus
Drehbuchautor: Drake Doremus & Ben York Jones
Premiere: 27.01.'12 [Irland]
Genre: Drama | Romance
Länge: 90 Min

Schauspieler.


Anton Yelchin as Jacob
Felicity Jones as Anna
Jennifer Lawrence as Sam
Charlie Bewley as Simon
Alex Kingston as Jackie
Oliver Muirhead as Bernard


Inhalt.

In »Like Crazy« wird eine Liebe verbildlicht, die man authentischer und unverzerrter nicht hätte Zeigen können. Jacob und Anna lernen sich in ihrem letzten Jahr im College in St. Monica, Kalifornien kennen und lieben.
Die Britin Anna erobert mit ihrer ehrlichen Art und dem Talent, geschickt mit dem geschriebenen Wort umzugehen, Jacobs Herz im Sturm. Sie verbringen scheinbar jede ihnen verbleibende Minute miteinander, denn ihre gemeinsame Zeit ist gezählt – Annas Studentenvisum läuft nach nur einem Jahr aus und sie muss zurück nach England.
Der Gedanke an eine Trennung ist für sie so schmerzhaft, dass sie gegen besseres Wissen handelt und ihren Aufenthalt in den Staaten überzieht. Damit legt sie jedoch sich selbst und ihrer Beziehung mit Jacob Steine in den Weg, denn von nun an ist es ihr nicht mehr gestattet, einen Fuß in die USA zu setzen. Kann ihre Beziehung auch in England ihre Wurzeln schlagen und die Sonne finden? Werden sie über Distanz und Zeit hinweg an ihrer Liebe festhalten können?

Meine Meinung.

Ich kam mir vor wie ein heimlicher Besucher. Jemand, der die geheimsten Gespräche überhörte, Zeuge wurde, wie Träume und Wünsche zerplatzten; aber auch wie jemand, dem das Glück zweier Menschen rein und strahlend blendete. Die Jahre vergehen, doch ich blieb immer dabei.
Felicity Jones [Charlet Girl] und Anton Yelchin [Terminator Solution] wirken in ihren einzelnen Szenen authentisch und sympathisch, aber vor allem war ihr Handeln in sich stringent und nachvollziehbar, sodass ich es nicht ein einziges Mal in Frage stellte. Die Dynamik hingegen zwischen den beiden war nahezu überwältigend. Zwischenzeitlich vergaß ich ganz, dass ich tatsächlich kein Teil dieser einzigartigen und doch so alltäglichen Beziehung war.
Das Auftreten der Nebenpersonen ist rar gesät, jedoch vollkommen zielgerichtet eingesetzt. Eine Wirkung wurde anvisiert und durch leise Gespräche und unterschwellige Andeutungen erreicht. Hierbei stießen intensiv Jennifer Lawrence [The Hunger Games, Winter’s Bone] und Alex Kingston [Emergency Room] ins Auge. Lawrence hat – obwohl mangelndes Auftreten – keine leichte Rolle. Sie kämpft um eine Beziehung mit Jacob, die bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Die Wahrheit dessen und ihre Liebe zu ihm reiben rau und schmerzhaft – auch für mich, den Zuschauer – aneinander und spiegelt sich in ihren Hilfe suchenden, traurigen und leicht resignierenden Blicken wider. Kingston hingegen spielt Annas Mutter, die eine Hälfte des scheinbar locker lässigen Gespanns, das sich ihre Eltern nennt. Ihre Art ist subtil, nichtsdestotrotz nicht weniger anziehend. Durch die Interaktionen zwischen ihr, Jacob und Annas Ex/Freund, wird dem Zuschauer noch einmal vor Augen geführt, wer tatsächlich in Annas Leben passt und wer sie glücklich macht.
Deutliches Lob muss auch für die einzigartige Kameraführung ausgesprochen werden, die den Eindruck verstärkt, dass in dieser fragilen und doch so starken Beziehung, keine dritte Person einen Platz hat. Sie unterstreicht mit einer wackeligen Hand die Unsicherheit, die die Protagonisten gegenüber ihrer Zukunft empfinden. Der Schriftverkehr, der zwischen Anna und Jacob existiert, wird von der Kamera angeschnitten, man kann ein paar Wörter lesen, doch das große Geheimnis, die Erlösung, wie man so will, bleibt dem Zuschauer verschlossen.
Die Musik. Leise, sanft, gefühlvoll. Nur dann eingesetzt, wenn wirklich gebraucht und nach ihr verlangt. Ein Schnelldurchlauf der gemeinsamen Zeit, Erinnerungen, die durch Worte nicht hätten beschrieben werden können und so »nur« durch den leisen Klang des Klaviers begleitet wird. Der Komponist Dustin O’Halloran wusste genau, was er tat und verfiel nicht in den Rausch, sich selbst durch »zu viel« beweisen zu müssen. Dadurch konnte sein Schaffen besser bewundert und isolierter betrachtet werden.

Emotional. Autenthisch. Zerbrechlich.

So lässt sich dieser fragil erschaffene Film auf gläsernem Fundament beschreiben. Drake Doremus, der hier sowohl als Drehbuchautor, als auch als Regisseur agierte, und noch relativ jung in diesem Geschäft ist, hat sich selbst bewiesen. Sehr wahrscheinlich hat er nicht das anspruchvollste, noch das geheimnisvollste oder emotionalste Werk erschaffen, dafür aber einen authentischen Film über eine Liebe kreiert, die zwar rein, doch nicht frei von Schatten ist.
Lediglich das Ende, welches kein Unglückliches ist, lässt ein paar Fragen und vielleicht auch ein bisschen Wehmut zurück. Zunächst war ich mir unsicher, ob es so sein sollte, doch nach längerem Darübernachdenken, kam ich zu dem Schluss, dass es kein besseres hätte geben können. Denn die Geschichte war erzählt.

Fazit.

Ein sehr empfehlenswerter Film und Schauspieler, die man nicht zum letzten Mal gesehen haben wird. 








Dienstag, 17. April 2012

»«. Extravaganz.


Eine Krankheit, die sich durch Jahrhunderte, durch die Menschheit schlich und vor der Gegenwart genauso wenig Halt macht wie vor der Zukunft. Wir wollen unseren Nächsten übertrumpfen, fahren Geschütze auf, die uns noch vor ein paar Monaten abgeschreckt hätten und auf deren Nichtnutzen wir uns etwas einbildeten. Eine Herrschaft, die wir bekämpfen, in der wir ihr nachgeben. Wir beugten uns der Meinung einer Person und formten eine Allianz, die wir gleichzeitig schworen zu bekämpfen. 

Doch wie siegen wir über uns selbst? 

Donnerstag, 5. April 2012

»«.Operation.


Erst einmal habe ich gute Laune und das, obwohl heute mein erster Tag in der Uni war seit fast zwei Monaten, außerdem ich nicht schlafen konnte und wenn ich mal für eine halbe Stunde die Realität verlassen hatte, fand ich mich als psychopathische Massenmörderin mit weißen Augen wieder, und der Kaffee, den ich heute getrunken hab, einfach fies war. Aber so viel dazu.
Wie ihr sehen könnt, hab ich mein Blog einer kleinen Operation unterzogen und das Bild, in das ich mich so verliebt hab, als Hintergrund eingestellt. Mal sehen, wie lange das jetzt so bleibt. Ich hätte noch voll gern so kleine flatternde Vögelchen oder Schmetterlinge, aber ich bin ja eh nie Niete im Selbermachen & finden tu ich sowas schon mal gar nicht. Also müsst ihr euch mit dieser Einfachheit meiner selbst zufrieden geben. :3


Liebste Grüße (:

Mittwoch, 4. April 2012

»«.Die Welt.


»Als ich siebzehn wurde, war ich naiv und unschuldig. Ich dachte, mir läge die Welt zu Füßen, dabei merkte ich nicht, dass ich zu Füßen der Welt lag.«

Sonntag, 1. April 2012

»«.Wahnsinn.


»«.schweben.

Manchmal frage ich mich, warum ich nicht verrückt bin. Ich kann dieses Gefühl der Panik, der vollkommenen Hilflosigkeit so lächerlich einfach hervorrufen, das es fast noch einfacher wäre, mich darin für immer zu verlieren. Und doch traue ich mich nicht. Ich scheine Menschen zu verachten, die so leichtfertig mit ihrem Leben umgehen, die es nicht zu schätzen wissen, was sie geschenkt bekommen haben. Gleichzeitig weiß ich nicht, ob ich sie nicht auch ein bisschen bewundere. Sie können sich von ihrer Umwelt lösen, machen sich keine Gedanken über die Auswirkungen ihres Handelns oder dem Schmerz, den sie Menschen vielleicht zufügen: sie tun es einfach; verlieren sich in ihrem Wahnsinn. Trotzdem tu ich's nicht. Ich komme immer wieder zurück aus den Sekunden der schwarzen Krankheit, die droht meinen Verstand zu fressen und nichts als einen grausamen Schatten zurückzulassen. Irgendwann...

Mittwoch, 28. März 2012

»«.Wahrheitskopie.



»«. Erzähl mir ein Lied.

Ich versuche es. Ehrlich zu sein, die Wahrheit zu sagen. Ich möchte mein Bewusstsein ausbreiten, es in deine, eure Hände legen. Gerne will ich sehen, wie ihr die Blüten bewundert, die aus den verworrenen Zweigen sprießen und ihre Farben entfalten. Auch die abgestorbenen Blätter, die staubigen Töne und den reißenden Wind möchte ich euch nicht vorenthalten. Der Baum soll sprießen und in die Höhe wachsen. Ihr sollt mich sehen, sollt verstehen, dennoch...
Dennoch weiß ich nicht, wie. Ich möchte die Wahrheit sagen, die in meinem Inneren lebt und heranwächst, doch alles, was mich schließlich verletzt, sind Kopien einer Wirklichkeit, die einst existiert hatte. Nicht meine, nicht deine. Irgendeine, die mir passend erscheint. Ich lege sie wie eine Pfefferminzpastille auf meine Zunge und warte, bis sie über meine Lippen perlt und an euch abprallt. Euer Lachen begleitet mich und lässt mich weitere Lügen, weitere Kopien spinnen, ohne dass ihr den blühenden Baum sehen könnt, der eigentlich dort ist. 

Dienstag, 20. März 2012

»«.Ein Echo.






»Lass ihn gehen, hallte es in meinem Kopf nach. Das Echo der Grausamkeit getragen durch die dunklen Schluchten meiner Seele.« 

Montag, 19. März 2012

»«. Kaskaden.

»«.Seelenfunken.


»da ist diese Gewissheit,
die ein Schatten gleich
mein Herz verhüllt
obwohl ich die Wahrheit weiß.«

Dienstag, 13. März 2012

»«.Kreativitätsschub.


»«. Ich nickte, denn ich verstand. Natürlich gaben sie mir die Schuld. Irgendjemanden mussten sie für die Grausamkeit, die ihnen widerfahren war, bestrafen und ich war nun einmal das nächst liegende Opfer. Das Problem war bloß: auch mir war Schreckliches angetan worden. Wer sollte dafür büßen?



Montag, 5. März 2012

»«.Geheimnis.


Schleichend zieht es sich durch meinen Körper.
Quälend langsam beginnt es als Kribbeln in den Spitzen meiner Finger.
Kriechend verteilt es sich heiß in meinem Bauch.
Flüsternd entfernt es sich und nähert sich den Ohren.

»Ich liebe dich«

Ich kann dich Fühlen.
Du wirst mir begegnen.
Uns steht nichts entgegen.
Wir können hören.




nach langer Zeit mal wieder Gedichte geschrieben. Seltsam.


Sonntag, 4. März 2012

»«.Shame. [Rezension]



Endlich komme ich dazu, von diesem wundervollen Film zu berichten, den ich mir letzten Donnerstag ansehen durfte. Erst einmal war ich schockiert, dass zu der Premiere dieses Films nur zehn Leute im Kino saßen [mich und ne Freundin mit eingeschlossen]. Ich hoffe, dass das nur an der frühen Uhrzeit lag, denn wer diesen Film von Steve McQueen [nein, nicht der Schauspieler!] nicht gesehen hat, hat was verpasst. Definitiv. 

 Es geht um einen sexsüchtigen Business man Brandon [Michael Fassbender], der allein in einer eher karg und steril eingerichteten Wohnung lebt und stets von seinen Trieben geleitet wird, die anschließend nach ihrer Befriedigung zu einer Art Selbsthass und Scham seinerseits führen. Er versucht in der Zeitspanne, die der Film umfasst, eine Beziehung aufzubauen, die auf Gefühlen basiert, doch es gelingt ihm nicht. Die Ankunft seiner Schwester Sissy [Carey Mulligan], die scheinbar das komplette Gegenteil von ihm darstellt, lässt ihn noch weiter schwanken und bringt ihn an den Rand eines Abgrunds. Doch auch für sie scheint das Leben nicht einfach zu sein. Je weiter Brandon sich von seinen Gefühlen distanziert, desto weiter nähert sich Sissy sich ihnen an und wird von ihrer Gewalt fast verschlungen. 

 Schauspielerisch ist der Film brillant. Fassbender, der den labilen Sexsüchtigen spielt, der vor nichts scheut seinen Trieben Befriedigung zu verschaffen - von Sexspielzeugen aus China, über gewisse Damen im Internet bis zu Prostituierte beiden Geschlechts, schafft diesen Charakter bis ins kleinste Detail. Der Zuschauer erkennt in nur einem Blick auf die Miene den inneren Kampf des Protagonisten. Er ist gefangen zwischen seiner Sucht nach Sex, die wohl auch durch eine beliebig andere Substanz ausgetauscht werden könnte, wie man in der Sequenz sieht, in der Brandon nach Drogen greift -und seinem Hass auf sich selbst. Die Szene, in der er auf die Männertoilette flüchtet, eine Hand gegen die Wand presst und sich selbst Befriedigung verschafft, scheint auf den ersten Blick nicht sonderlich tragisch. Doch man sieht genauer hin - die Kamera bewegt sich nicht, blickt über Fassbenders Schulter und lässt den Zuschauer die spürbare Anspannung in den Schultern des Protagonisten erkennen. Es scheint kein Vergnügen zu sein, ein Zwang wohl eher. 
Mulligan zeichnet hingegen die Darstellung der Schwester, die sich an ihren Bruder klammert, ihm gegenüber keinerlei Scham empfindet und auch ihren Gefühlen freien Lauf lässt. Sie kanalisiert nicht, stoppt nicht - hält nichts zurück. Sie lernt Brandons Boss und scheinbar einzigen Freund kennen und schläft zwanzig Minuten später mit ihm im Bett ihres Bruders. Anschließend ist sie fast außer sich, verzweifelt, dass jener sich nicht zurückmeldet, obwohl sie weiß, dass er verheiratet und eine Familie hat. Brandon macht ihr Verhalten wahnsinnig. Durch lange Szenen, die keine Unterbrechung finden, eine Kamera die weiter und weiter und immer weiter auf das Geschehen richtet, erkennt der Zuschauer die Spannungen in der Beziehung der Geschwister, aber auch die Selbstverständlichkeit und Anziehung. 

In einer nahezu zweiminütigen Sequenz, in der die Kamera ausschließlich im close-up auf Mulligans Gesicht gerichtet ist, während sie Frank Sinatra's New York singt - geht alles mögliche in einem selbst vor. Man spürt ihre Zerbrechlichkeit, ihre gefühlvolle Art. Fast genauso lang wird die Kamera während ihres Auftritts auf Brandon gerichtet, dem die verschiedensten Gefühle ins Gesicht geschrieben steht - der Höhepunkt: aus seinem inneren Konflikt entflieht ihm eine einzelne Träne, die sich aus dem Augenwinkel stiehlt und die Wange hinabrinnt. Man ist gefangen. 

 Steve McQueen hat ein Kunstwerk erschaffen, das nicht dem klassischen Hollywoodrepertoire entspringt [Gott sei Dank!]. Es ist von Gefühlen gespickt, die die verschiedensten Emotionen in dem Zuschauer auslösen und ihn dazu veranlassen, selbst Scham zu empfinden, nicht nur für einen selbst, sondern auch für den Protagonisten, der nur ein Sklave seiner Triebe zu sein scheint. Bravo! Ein grandioser Start in das Kinojahr 2012. Besser kann man es gar nicht machen.


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Mittwoch, 29. Februar 2012

»«.Uhrzeichnung.


»«.Illustriere die Gewissheit, die durch deine Adern fließt.

Während die Zeit vor seinen Augen verrinnt und er doch gleichzeitig die Finger nach den metallenen Zeigern ausstreckst, um sie zu fassen, verliert er den letzten Atem. Er will sie mit seiner Wärme umgeben, sie streicheln und zerbrechen. In einem Moment. Er verklingt. Ungehört. Wie der Baum, der sich durch die Ummantelung schält und in die Sonne wächst. Ungesehen. Niemand wird sie finden, niemand wird sie fassen. Er will sie benennen; nennt sie Zeit und doch so ungenügend in allem, was er tut. Denn sie schwindet von jetzt bis gleich. Er will sie vergleichen und fangen, in eine Bezeichnung drängen und stemmt sich gegen sie. Mit aller Macht freit sie sich und er fällt nieder. Seine Hände sind geschunden, verbrannt. Er ballt die Fäuste und presst sie gegen seine Augen. Die Zeit bleibt ungerührt. Die Uhr tickt.

Montag, 27. Februar 2012

»«.Karussellflügel.


»«. Ich wollte fliegen.


Als die Lichter erloschen, ergriff ich deine Hand, hielt sie ganz nah an mein Herz, damit du sein stetiges Pochen vernehmen konntest. Ich wollte dir sagen, dass ich bei dir bin und du nichts zu befürchten hast, doch meine Zunge klebte mir am Gaumen. Ein Gurgeln war alles, was ich hervorbrachte, bevor ich spürte, wie dein Griff nachließ. Jemand zog dich von mir fort und ich konnte dich nicht halten. Meine Finger verkrampften sich und dennoch konnten sie nichts ausrichten. Du warst verschwunden, bevor ich dir mein Gesicht zuwenden konnte. Die Melodie der Zerstörung flatterte um mich herum und ich fühlte den leisen Windhauch des Karussells unserer Kindheit. Ich trat einen Schritt nach vorn und verschwand ins Nichts. Für einen Moment konnte ich fliegen.

Samstag, 25. Februar 2012

»«.Geständnisdisaster.


»«. Wahrheiten, die ich erfinde.

Unser Leben passen wir den zeitgenössischen Konventionen an; wir vergleichen uns mit den großen Idolen, erblühen in der Konsumgesellschaft und messen uns daran, was die anderen können und was ich kann. Weil es so gewollt ist. 
Ebenso wird erwartet, dass man sich beschwert - über sein Aussehen, über sein Leben. Denn wie wir alle gelernt haben, ist nichts perfekt. Übersehen wir dabei aber nicht das - was ist - geschaffen wurde, schon perfekt ist? 
Ich beschwere mich über mein Aussehen, weil ich denke, dass es erwartet wird, weil es nicht den Konventionen entspricht. Ich beschwere mich über meine Noten, weil ich annehme, dass sie nicht die besten sind und man nicht verstehen würde, wenn ich damit zufrieden bin. Ich beschwere mich über mein Leben, da es offensichtlich auch alle anderen tun, aber empfinde ich das wirklich so? Also lüge ich, um die Wahrheit zu sagen...
Ich liebe... das, was ich bin. Ich möchte nicht rastlos umherwandern, nach jemanden suchen, der besser ist als ich, der schöner und schlauer ist. Ich will nicht tauschen und dabei etwas geben, das mir gehört. Vielleicht singe ich nicht wie Whitney Houston, vielleicht kann ich nicht wie Picasso zeichnen oder Fußballspielen wie  weiß der Kuckuck wer, aber ich kann schreiben: und wenn ich es tue, ist es für mich das einzige, das zählt. Denn ich erfinde es neu, mich neu. Erschaffe (: 

[»«. kleiner Inspriationsschub von R. <3]

Freitag, 24. Februar 2012

»«. Realitätentausch.

                                                            (c) L-87



»«. Ist alles echt?


Heute, als ich mit dem Bus nach Hause gefahren bin und vor mich hin geträumt habe, dachte ich kurz, was passieren würde, wenn ich jetzt einen Unfall hätte. Wenn ich sozusagen nicht mehr »aufwachen«. würde. Würde ich dann meinen Traum für Realität halten, obwohl es das gar nicht ist? Andererseits, wie sehr unterscheidet sich dieser Traum dann von der Realität, in der ich lebe. In der wir leben? Nur in dem Sinne, dass ich denke zu wissen, dass das hier real ist und das, was ich sehe, wenn ich die Augen schließe oder meine Gedanken schweife ist, nur Fantasie. Wenn ich aber nicht mehr aufwachen würde, hielte ich meinen Traum doch auch für Realität, nicht wahr? Wäre er dann nicht genauso echt, wie dieser Moment hier? ... keine Ahnung.

Merkwürdige Gedanken wieder einmal, die ich lieber hinter Schloss und Riegel bringen sollte, bevor sie mich noch in Schwierigkeiten bringen. Eine Realität ist mir schon genug, da brauche ich wohl keine zwei. 

»«. People who are meant to be together always find their way in the end. -One Tree Hill.

Donnerstag, 23. Februar 2012

»«. Becoming an adult.



»«. Becoming an adult.


Ich hatte dieses Gefühl, als meine kleine Schwester ein neues Puzzle bekam. Ich betrachtete es genauer und erkannte, dass ich einst in ihrem Alter das gleiche besessen hatte. Die Erkenntnis, dass ich kein Kind mehr war, dass ich erwachsen geworden bin, ließ mich erzittern. Es fuhr von meinem Kopf, durch mein Herz bis zu meinen Zehen und verebbte schließlich. 

Mein Leben hatte sich verändert, ohne dass ich die Umdrehungen überhaupt bemerkt hatte. Erwachsenwerden heißt für mich, Verantwortung tragen, mit Problemen allein fertig werden, aber manchmal auch den Mut zu haben, nach Hilfe zu fragen. Seinen Stolz überwinden. Und doch heißt es auch, ich kann alles tun, alles erreichen, alles werden. Ich kann meine Träume selbst in die Hand nehmen und sie erfüllen. Nur ein Schritt. Dann ein zweiter...

»«. alles kann ich werden, wenn ich die Konsequenzen trage.

Schon seit einer Weile hatte ich vor einen neuen Blog einzurichten und meiner Kreativität einen weiteren Kanal zur Expressivität zu schenken. "Happy Birthday", oder so. Das Jahr 2012 begann für mich kreativer, würziger, lebendiger als all die Jahre davor. Das Kribbeln spüre ich in meinem Bauch ganz tief, wenn ich an meine Zukunft denke; wenn ich daran denke, was meine Hände schaffen - erschaffen.

Ich möchte schreiben. Hier, dort. Die Vergangenheit zeigt mir auf mit was ich mich zufrieden gegeben habe, die Gegenwart lässt mich hungern nach dem, was in der Zukunft auf mich wartet. 

»«. just that.